Die Eifersucht

DIE EIFERSUCHT

Jonas war alleine in seinem Kinderzimmer und spielte mit seinen Kuscheltieren. Seit seine kleine Schwester „Hanna“ auf der Welt war hatten seine Eltern kaum noch Zeit für ihn.

Hanna hatte Koliken!!! Koliken… Jonas wusste noch nicht mal was das ist, aber er fand Koliken doof denn sie waren es schuld, dass seine Schwester so viel weinte.

Wenn Hanna weinte… und das machte sie den ganzen Tag, dann trugen Mama und Papa, Hanna abwechselnd durch das Haus. Jonas konnte machen was er wollte!!! Er hatte es mit schreien, weinen, Tapete anmalen und  sogar mit Schimpfwörtern, versucht … ihm schenkten Mama und Papa kaum Beachtung und wenn, dann meckerten sie ihn nur aus.

Jetzt schlief Hanna und Mama nutzte die Gelegenheit um sich etwas auszuruhen. Jonas fand das unnötig, sie sollte lieber mit ihm spielen. Da hatte Jonas eine zündende Idee. Er schlich sich leise in das Zimmer seiner kleinen Schwester. Sie schlief ganz friedlich und einen kurzen Moment hatte Jonas Bedenken ob er diesen Plan durchziehen sollte.

Aber er konnte gegen seine Wut und seinen Unmut nicht angehen. So schlich er sich an das Bettchen seiner Schwester und klatschte, so feste er nur konnte, in die Hände und rief dabei ganz laut „BUUUUUH“.

Hanna zuckte zusammen, riss die Augen auf und fing jämmerlich an zu weinen. „Das geschieht dir ganz recht“, dachte Jonas. Doch plötzlich streckte Hanna ihre kleinen Händchen nach Jonas aus und wimmerte vor sich hin.

Jonas bekam ein schlechtes Gewissen und plötzlich tat ihm seine kleine Schwester leid.  Er nahm Hannas  Schnuller  vom Wickeltisch und griff ein kleines Bilderbuch, kletterte über das Gitterbettchen und legte sich neben seine Schwester. Hoffentlich hatte Mama noch nichts gehört, sie wäre bestimmt mächtig böse auf ihn. Schnell steckte Jonas seiner Schwester den Schnuller in den Mund und streichelte ihr zärtlich über die Wangen. Sofort beruhigte sie sich und patschte mit ihren kleinen Findern in Jonas Gesicht. Irgendwie fand er das schön und musst lachen.

Jonas nahm das Bilderbuch und kuschelte sich neben Hanna. Zusammen blätterten sie in dem Bilderbuch und Jonas erklärter seiner kleinen Schwester alle Dinge die dort zu sehen waren.

Nach einiger Zeit kam Mama ins Kinderzimmer und fragte erstaunt: „Nanu Jonas, was machst du denn da? Das finde ich aber süß von dir!“. Liebevoll streichelte sie ihrem Sohn über den Kopf und gab beiden Kindern einen Kuss auf die Wange.

Jetzt hatte Jonas begriffen, dass all seine Wut und die Dinge, die er vorher veranstaltet hatte, falsch waren. Und eigentlich fand er es doch gar nicht so übel eine kleine Schwester zu haben.

Von nun an kletterte Jonas öfters in das kleine Bettchen seiner Schwester und erzählte ihr Geschichten und sang ihr Lieder vor…

… es war toll ein großer Bruder zu sein denn er konnte seiner Schwester mächtig viel beibringen!!!

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